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Sollen Vorgesetzte ihr Team zurück ins Büro holen?

Als die Anfrage kam, ob ich für den Harvard Business manager einen Gastkommentar zum Thema „Hybrid führen“ schreiben möchte, habe ich mich riesig gefreut. Was für eine Ehre, dass ich als Coach und Expertin für hybrides Arbeiten in diesem mega-renommierten Managementmagazins meine Einschätzung geben darf! Da ich beim Thema hybrides Führen ausgesprochen gern mit Regine Heiland (Diplom-Psychologin und Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens elbdialog) zusammenarbeite, wollte ich auch den Gastkommentar als Duo mit Regine schreiben. Das hat wunderbar funktioniert, und nun ist der Beitrag erschienen.

Fallstudien im Harvard Business manager

In jeder Ausgabe des Harvard Business manager schildert eine Fallstudie ein typisches Problem aus dem Managementalltag. Die jeweilige Geschichte ist fiktiv, basiert aber auf häufig vorkommenden Situationen in Unternehmen. Im Anschluss an die Geschichte machen jeweils zwei Expert:innen mit ihrem Gastkommentar unterschiedliche Vorschläge, wie die/der betroffene Manager/in das Problem lösen könnte.

Fallstudie zum Thema „Hybrides Arbeiten“ im Harvard Business manager

Die Fallstudie zum Thema „Hybrides Arbeiten“ dreht sich um die Frage: „Sollen Vorgesetzte ihr Team zurück ins Büro holen?“
Grob skizziert geht es in dem Fall um Folgendes: Ein Großauftrag muss erfüllt werden, und der Entwicklungsvorstand eines internationalen Innovationsdienstleisters mit Sitz in Paris möchte, dass am Standort Stuttgart die Teams zurück ins Büro kommen. Doch viele Mitarbeitende bevorzugen das mobile Arbeiten. Die geplante Präsenzpflicht stößt auf Widerstand. Wie soll der Standortleiter mit der Situation umgehen? Wie kann er den widersprüchlichen Interessen gerecht werden?

Mit unserem Lösungsvorschlag empfehlen Regine und ich, dass der Standortleiter hybrides Arbeiten ermöglicht statt die Teams zu kompletter Büropräsenz zu verpflichten. Allein schon, um die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden aufrechtzuerhalten, sollte er den Mitarbeitenden die Voraussetzungen geben, unter denen sie am besten arbeiten können. Die Team-Mitglieder wissen selbst genau, wo sie welche Art von Aufgaben optimal erfüllen können – z.B. Präzisionsarbeit im Homeoffice, Kreativarbeit im Team-Büro.

Einen weiteren Lösungsvorschlag liefert Hannes Zacher, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie. Seine Empfehlung lautet im Kern: evidenzbasiertes Management.

Die Fallstudie und die unterschiedlichen Lösungsvorschläge stehen im Harvard Business manager, Ausgabe Mai 2022 – online gegen Gebühr abrufbar. Überhaupt ist das ganze Heft voller interessanter Inhalte. Das Schwerpunktthema dreht sich um „Neue Führung“. Sehr lesenswert und jetzt im Fachhandel.

Hybrides Arbeiten ermöglicht Flexibilität

Grundsätzlich glaube ich an die Zukunft des Hybriden Arbeitens. Hybrides Arbeiten ist kein Hype und auch nicht so neu, wie manche behaupten. Hybrides Arbeiten ist seit weit mehr als zehn Jahren Realität – und ein Kontinuum. Es ist keine Notlösung für Pandemiezeiten – die noch nicht vorbei sind – und auch kein Mitarbeiter-Goodie. Bei der Entscheidung, welche Regeln zum mobilen Arbeiten getroffen werden, sollten aus meiner Sicht die Teams einbezogen werden. Sonst würde das Vertrauen der Mitarbeitenden in die Führung leiden.

Hybrides Arbeiten ist eine große Chance, weil es die Wahl ermöglicht, eine Aufgabe an jenem Ort zu erledigen, wo sie am besten geleistet werden kann. Hybrid kombiniert – und damit ist es die Lösung für Teams und Unternehmen. Mit Hybrid bekommt man keine Entweder-Oder-Option, sondern die Kombination bestmöglicher Herangehensweisen. Hybrid gibt Wahlfreiheit. Hybrides Arbeiten sehe ich als den Schlüssel für die Flexibilität der Arbeitswelt von heute und morgen.

Zum hybriden Führen biete ich passgenaues Coaching.

Fotos: Doris Ehrhardt | Textett

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